
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe macht sich etwas zunutze, das überall um uns herum vorhanden ist: Luft, Erde oder Wasser. Im Prinzip funktioniert sie wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt: Ein Kühlschrank leitet Wärme von innen nach außen. Eine Wärmepumpe holt Energie von draußen nach drinnen und nutzt sie für Ihr Zuhause: Als Ihr regionaler Partner von der NEW Energie zeigen wir Ihnen, wie diese Technologie funktioniert.
Der thermodynamische Kreislauf in vier Schritten
Damit wohlige Wärme für Ihr Wohnzimmer entsteht, nutzt die Wärmepumpe einen geschlossenen Kreislauf. Dieser läuft in vier aufeinander abgestimmten Schritten ab. Es ist ein genial durchdachter Prozess, der sich ständig wiederholt und so zuverlässig für angenehme Wärme sorgt.
Drei Wege zur Energie – Die Wärmequellen im Vergleich
Eine Wärmepumpe ist nur so gut wie ihre Energiequelle. Die gute Nachricht: Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, Umweltwärme für Ihr Zuhause zu nutzen. Jede Variante bringt eigene Stärken mit. Welche Lösung am besten passt, hängt von Ihren Gegebenheiten vor Ort und Ihren persönlichen Prioritäten ab. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, die Unterschiede schnell zu erfassen:
Welche Quelle passt zu mir? Die Wahl der passenden Wärmequelle hängt stark von Ihrem Grundstück und den örtlichen Gegebenheiten ab. Luft-Wasser-Wärmepumpen lassen sich nahezu überall installieren und sind besonders unkompliziert. Für Systeme mit Erd- oder Grundwassernutzung sind hingegen bestimmte Voraussetzungen nötig: ausreichend Platz für Bohrungen oder Kollektoren sowie behördliche Genehmigungen. Dafür profitieren Sie hier oft von einer besonders gleichmäßigen und effizienten Wärmequelle.
Wir unterstützen Sie bei der Prüfung der Gegebenheiten vor Ort. Gemeinsam finden wir heraus, welche Wärmequelle für Ihr Zuhause am wirtschaftlichsten ist!
Wie die Wärmepumpe im Winter funktioniert
Systeme wie die Sole-Wasser- oder die Wasser-Wasser-Wärmepumpe arbeiten auch im Winter besonders zuverlässig. Sie greifen auf Energiequellen mit ganzjährig relativ konstanten Temperaturen zu. Weder Frost noch Minusgrade haben einen spürbaren Einfluss auf die Effizienz. Doch auch moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen sind längst wintertauglich: Selbst bei Außentemperaturen von bis zu –20 °C können sie Vorlauftemperaturen von 70 °C und mehr erreichen.
Der Schlüssel ist ein einfacher physikalischer Grundsatz. Luft, Erdreich oder Grundwasser sind selbst bei niedrigen Temperaturen immer noch wärmer als das extrem kalte Kältemittel der Wärmepumpe. Dadurch kann weiterhin Energie aufgenommen und nutzbar gemacht werden. Drei zentrale Aspekte zeigen die Funktionsweise.
Siedepunkt: Moderne und umweltfreundliche Kältemittel wie Propan (R290) haben einen sehr niedrigen Siedepunkt. Sie verdampfen bereits bei etwa –50 °C. Das bedeutet, dass selbst kalte Winterluft noch ausreichend Energie enthält, um das Kältemittel in den gasförmigen Zustand zu überführen.
Abtaufunktion: Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen kann es im Winter zu Vereisungen an der Außeneinheit kommen. Dafür sind die Geräte jedoch vorbereitet: Durch eine kurzzeitige Umkehr des Kreislaufs wird die Einheit automatisch enteist. So kann der Betrieb schnell und effizient fortgesetzt werden.
Zuheizer: Für besonders kalte Tage verfügen viele Systeme außerdem über einen integrierten elektrischen Heizstab. Dieser springt nur bei extremen Kältespitzen ein und dient als zusätzliche Absicherung. Bei einer gut geplanten Anlage ist sein Einsatz jedoch minimal, sodass die hohe Effizienz der Wärmepumpe erhalten bleibt.
Strom als Antriebsenergie
Auch wenn die Wärmepumpe den Großteil ihrer Energie aus der Umwelt gewinnt, kommt sie nicht ganz ohne Strom aus. Dieser wird benötigt, um den Kreislauf in Gang zu setzen.
Antriebsenergie: Eine Wärmepumpe nutzt in der Regel etwa 25 % Strom, um rund 100 % Heizwärme bereitzustellen. Der überwiegende Teil der Wärmeenergie stammt also kostenlos aus der Umwelt. Der Strom dient „nur“ als Antrieb für den Prozess.
Vorlauftemperatur: Je niedriger die benötigte Heizwassertemperatur ist, desto weniger Arbeit muss der Verdichter leisten. Das wirkt sich direkt auf den Stromverbrauch aus. Deshalb arbeiten Wärmepumpen besonders effizient in gut gedämmten Gebäuden und in Kombination mit Flächenheizungen, beispielsweise mit Fußboden- oder Wandheizungen.
Kombination mit Photovoltaik: Besonders clever heizen Sie, wenn Sie Ihren eigenen Strom produzieren. Mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage beziehen Sie einen Teil des Antriebsstroms von Ihrem Dach. Das macht Sie unabhängig und senkt Ihre Heizkosten auf ein Minimum.
Tipp: Nutzen Sie den speziellen Wärmestromtarif der NEW Energie. Damit profitieren Sie von vergünstigten Konditionen für Ihre Wärmepumpe und der Umstieg wird noch wirtschaftlicher.




