
Gasheizung entlüften: So bringen Sie Ihr Heizsystem wieder auf Touren
Gasheizung entlüften: So bringen Sie Ihr Heizsystem wieder auf Touren
Wenn Ihre Heizung gluckert, Heizkörper nicht richtig warm werden oder einzelne Bereiche kalt bleiben, steckt häufig Luft im Heizsystem dahinter. In diesem Fall sollten Sie Ihre Gasheizung entlüften – genauer gesagt: die Heizkörper.
Wichtig: Das Entlüften erfolgt nicht am Gasgerät selbst, sondern an den einzelnen Heizkörpern im Haus oder in der Wohnung. Ziel ist es, eingeschlossene Luft aus dem Heizungswasser zu entfernen, damit die Wärme wieder optimal verteilt wird.
Das lohnt sich doppelt: Sie erhöhen den Komfort und können je nach Zustand der Heizungsanlage zu einer effizienteren Wärmeverteilung beitragen, wodurch Heizkosten reduziert werden können.
Warum Luft im Heizsystem Ihre Heizkosten in die Höhe treibt
Eine Heizungsanlage funktioniert als geschlossener Kreislauf, in dem Heizwasser zirkuliert und Wärme transportiert. Sobald Luft ins System gelangt, entstehen sogenannte Luftpolster.
Diese haben mehrere negative Auswirkungen:
Schlechtere Wärmeübertragung: Luft verdrängt das Wasser und verhindert eine gleichmäßige Erwärmung.
Mehrarbeit für die Umwälzpumpe: Die Pumpe muss stärker arbeiten, um das Heizwasser durch das System zu bewegen.
Steigende Heizkosten: Ineffiziente Wärmeverteilung führt zu höherem Energieverbrauch.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Heizkörper richtig entlüften
Mit dieser Anleitung können Sie Ihre Gasheizung richtig entlüften – einfach und sicher:
Vorbereitung:
Entlüftungsschlüssel bereitlegen
Lappen und Gefäß unter das Ventil halten
ggf. Handschuhe nutzen
So gehen Sie vor:
Umwälzpumpe ausschalten: Wenn möglich, die Heizung kurz pausieren und etwa 30–60 Minuten warten, damit sich die Luft im Heizkörper sammelt.
Thermostate voll aufdrehen: Stellen Sie alle Heizkörper auf die höchste Stufe für einen maximalen Durchfluss.
Das Entlüftungsventil finden: Es befindet sich meist oben am Heizkörper gegenüber vom Thermostat
Vorsichtig öffnen: Drehen Sie das Ventil langsam gegen den Uhrzeigersinn, bis ein Zischen hörbar ist.
Schließen bei Wasseraustritt: Sobald Wasser gleichmäßig austritt, drehen Sie das Ventil wieder zu.
Wasserdruck prüfen: Kontrollieren Sie den Druck an Ihrer Heizungsanlage und füllen Sie bei Bedarf Heizwasser nach.
Tipp: Arbeiten Sie sich im Haus idealerweise von unten nach oben durch alle Heizkörper.
Nach dem Entlüften: Der Blick auf die Gasheizung
Nach dem Entlüften sollten Sie Ihre Heizungsanlage kurz überprüfen:
Druck prüfen: Liegt der Druck zu niedrig, muss Heizwasser nachgefüllt werden.
System testen: Heizkörper sollten nun gleichmäßig warm werden.
Geräusche kontrollieren: Das Gluckern sollte verschwunden sein.
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Häufige Fragen zum Thema Heizung entlüften
Ein Vierkantschlüssel, ein kleines Gefäß und ein Lappen reichen in der Regel aus.
Kleine Wartungsarbeiten wie das Entlüften der Heizkörper können Mieterinnen und Mieter in der Regel selbst durchführen. Wenn jedoch Luft ständig nachkommt, sollte die Vermieterin oder der Vermieter informiert werden – das kann auf einen technischen Defekt hinweisen.
Empfehlenswert ist es, die Heizkörper mindestens einmal jährlich, idealerweise vor der Heizsaison, zu entlüften. Bei Problemen können Sie dies auch zwischendurch wiederholen.
Bei neueren Heizkörpern kann oft ein Schlitzschraubendreher verwendet werden. Von Zangen sollten Sie jedoch absehen, da sie das Ventil beschädigen können. Bei alten oder speziellen Ventilen empfiehlt sich ein Fachbetrieb.




