
Stromverbrauch des Kühlschranks: Wie viel Strom er braucht und wie Sie sparen können
Stromverbrauch des Kühlschranks: Wie viel Strom er braucht und wie Sie sparen können
Rund 11 % des jährlichen Stromverbrauchs im Haushalt entfallen laut co2online auf Kühl- und Gefriergeräte. Sie laufen ununterbrochen und zählen damit zu den heimlichen Großverbrauchern im Alltag. Wie stark Ihr Kühlschrank die Jahresrechnung beeinflusst, hängt vor allem von Gerätetyp, Alter und richtiger Nutzung ab. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie den Verbrauch mit wenigen Handgriffen und den richtigen Einstellungen spürbar senken.
Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank?
Der jährliche Stromverbrauch des Kühlschranks reicht je nach Gerätetyp von ca. 90 bis über 300 Kilowattstunden (kWh). Welche Kosten daraus entstehen, bestimmt der Strompreis.
Die Kosten beruhen auf 34,9 Cent pro kWh, dem Strompreis für Neukundinnen und Neukunden laut Bundesnetzagentur mit Stand Januar 2026. Was ein Kühlschrank im Jahr an Strom kostet, hängt deshalb auch vom eigenen Tarif ab. Einen Überblick über die Konditionen geben die Stromtarife der NEW Energie.
Den Stromverbrauch des Kühlschranks pro Tag erhalten Sie, indem Sie den Jahreswert durch 365 teilen. Bei 150 kWh im Jahr sind das ca. 0,4 kWh täglich und beim genannten Preis rund 14 Cent. Die Wattangabe beim Kühlschrank steht auf dem Typenschild und beschreibt nur die Momentanleistung, solange der Kompressor läuft. Weil er sich regelmäßig ein- und ausschaltet, ergibt sich der Jahresverbrauch erst aus der Laufzeit.
Welche Temperatur ist im Kühlschrank richtig?
Die richtige Temperatur im Kühlschrank ist die, die gerade kalt genug ist: Laut Verbraucherzentrale steigt der Verbrauch mit jedem Grad unter 7 °C um ca. 6 Prozent. Der Kompressor muss dann länger laufen, um die niedrigere Temperatur gegen die eindringende Raumwärme zu halten.
Mehrzonen-Kühlschränke brauchen einige kWh mehr im Jahr, weil einzelne Zonen bei ihnen dauerhaft kälter als 7 °C gehalten werden.
Wie können Sie beim Kühlschrank Strom sparen?
Beim Kühlschrank sparen Sie Strom vor allem über den Standort, die Pflege und die Art, wie Sie das Gerät im Alltag nutzen.
Standort: Wählen Sie einen kühlen Ort mit ausreichend Abstand zu Herd, Heizung und direkter Sonneneinstrahlung, da ein freistehendes Gerät oft sparsamer läuft als ein Einbaugerät.
Türdichtung: Klemmen Sie einen Papierstreifen in die geschlossene Tür, und erneuern Sie die Dichtung, falls er sich leicht herausziehen lässt.
Vereisung: Tauen Sie Ihr Gerät regelmäßig ab, da eine Eisschicht die Laufzeit des Kompressors verlängert; weitere Tipps dazu finden Sie im Ratgeber zum richtigen Abtauen des Gefrierfachs.
Einräumen: Lassen Sie warme Speisen vor dem Hineinstellen vollständig abkühlen und öffnen Sie die Tür stets nur kurz sowie gezielt.
Modus: Nutzen Sie den Eco- oder Urlaubsmodus Ihres Geräts, um automatisch besonders sparsame Temperaturen einzustellen.
Altgerät oder Neugerät: Was bedeutet die Energieeffizienzklasse, und wann lohnt sich der Tausch?
Ob sich ein neuer Kühlschrank bezahlt macht, entscheiden zwei Punkte: das Energielabel des Neugeräts und der tatsächliche Verbrauch Ihres bisherigen Geräts. Die Energieeffizienzklasse des Kühlschranks liefert dafür den Ausgangspunkt, die Rechnung zum Austausch baut darauf auf.
Der Stromverbrauch des Kühlschranks lässt sich in vielen Haushalten mit wenig Aufwand senken. Eine passend eingestellte Temperatur, ein kühler Standort und eine intakte Dichtung tragen dazu bei. Alter und Energielabel geben Hinweise darauf, ob ein Austausch infrage kommt. Die NEW Energie unterstützt Sie dabei mit Stromtarifen und Messlösungen, die Ihren Verbrauch nachvollziehbar machen.
Weitere Ansätze über den Kühlschrank hinaus finden Sie in den Energiespartipps im Haushalt. Wie es bei anderen Großgeräten aussieht, beschreibt der Ratgeber zum Stromverbrauch der Waschmaschine.
Häufige Fragen zum Stromverbrauch des Kühlschranks
Laut Verbraucherzentrale Niedersachsen bleibt ein Kühlschrank bei geschlossener Tür in der Regel ca. 4 bis 6 Stunden kalt. Ein gut gefülltes Gefriergerät hält die Kälte länger, weil die gefrorenen Lebensmittel selbst Kälte speichern. Kühlakkus im Kühlteil verlängern die Zeit zusätzlich. Was bei einem längeren Ausfall zu tun ist, fasst der Ratgeber zum richtigen Verhalten bei Stromausfall zusammen.
Ja, bei längerer Abwesenheit lohnt sich das Ausschalten. Leeren Sie das Gerät vorher und lassen Sie die Tür offen, damit sich kein Schimmel bildet. Bei Kombigeräten mit zwei Regelkreisen lässt sich laut Verbraucherzentrale oft nur der Kühlteil abschalten, während das Gefrierteil weiterläuft. Eine feste Mindestdauer für das Abschalten lässt sich nicht pauschal angeben.
Die Klimaklasse entscheidet: Geräte mit der Klasse SN bis T decken meist Umgebungstemperaturen von 10 bis 43 °C ab. Sinkt die Temperatur in einer unbeheizten Garage unter 10 °C, arbeitet ein Standardgerät laut bayerischem Landwirtschaftsministerium in der Regel nicht mehr zuverlässig. Unabhängig vom Raum rät die Verbraucherzentrale, ein Zusatzgerät wie einen Party-Kühlschrank im Keller grundsätzlich zu hinterfragen. Jedes weitere Gerät verbraucht schließlich dauerhaft Strom, auch wenn es nur selten geöffnet wird.
Meist steckt eine erhöhte Wärmelast dahinter, etwa eine hohe Raumtemperatur oder eine Wärmequelle in der Nähe. Prüfen Sie danach, ob die Lüftungsgitter frei sind und ob sich im Gefrierfach Eis gebildet hat. Anschließend folgen Türdichtung und Temperatureinstellung. Läuft das Gerät trotz dieser Kontrollen weiter, kann ein defekter Thermostat die Ursache sein, den ein Fachbetrieb prüfen sollte.
Ein Mini-Kühlschrank verbraucht je nach Modell ca. 50 bis 150 kWh im Jahr. Bezogen auf den Liter Nutzinhalt bringt er damit meist keinen Sparvorteil gegenüber einem normal großen Gerät. Thermoelektrische Mini-Geräte ohne Kompressor eignen sich eher für Auto, Garten oder Camping als für den Dauerbetrieb in der Küche.








