Elektromobilität: Mit Strom in die Zukunft

Das Elektroauto wird immer beliebter

Elektroauto – zu teuer und nicht alltagstauglich? Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Allmählich kommt Schwung in den Markt: Nachdem die E-Mobilität bei Konsumenten lange nur auf zwei Rädern punkten konnte – sprich mit E-Bikes und Pedelecs – steigen die Verkaufszahlen nun nach und nach auch bei Elektroautos an.

Was ist Elektromobilität?

Elektromobilität ist eine umweltfreundliche Art der Fortbewegung mittels Batterieantrieb. Elektrofahrzeuge sind emissionsfrei: Sie stoßen keine Abgase oder klimaschädliches CO2 aus.

Für die gestiegene Nachfrage gibt es verschiedene Gründe. Neben dem steigenden Umweltbewusstsein der Verbraucher sorgen der technische Fortschritt und zuletzt auch die Dieselaffäre dafür, dass die Mobilitätswende Fahrt aufnimmt. Aktuelle Umfragen zeigen: Viele Menschen können sich vorstellen, beim nächsten Autokauf auf ein Elektroauto umzusteigen.

Mit der Nachfrage nach alternativer Fortbewegung steigt naturgemäß auch das Angebot. Viele Autohersteller haben bereits angekündigt, dass sie ihre Palette an E-Fahrzeugen ausbauen werden. Denn auch ihnen ist mittlerweile klar: Die Zukunft des Autos liegt in der Elektromobilität. Entsprechend steigt die Anzahl der Modelle und die Auswahl für den Verbraucher: Für fast jeden Bedarf findet sich heute ein passendes E-Mobil.

 

Die neuesten Elektroautos stehen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in kaum etwas nach. Die Akkus werden immer leistungsfähiger und immer günstiger: Experten zufolge könnten E-Autos spätestens in drei bis sechs Jahren voll konkurrenzfähig sein. Mehr darüber lesen Sie auf der Seite Elektroauto.

Der herkömmliche Benziner oder Diesel wird damit langfristig zum Auslaufmodell. Denn warum sollte man ein umweltschädliches und lautes Auto fahren, wenn ein emissionsfreies E-Fahrzeug die gleiche Leistung bringt – und genauso günstig oder sogar günstiger zu haben ist? Ausschlaggebend ist dabei nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die geringeren Betriebs- und Wartungskosten eines E-Autos.

Förderung: So wird der Umstieg noch attraktiver

Wer sich schon jetzt für ein Elektroauto entscheidet, kann derzeit mit einer attraktiven Prämie – dem sogenannten Umweltbonus – rechnen. Umsteiger werden belohnt: 4.000 Euro gibt’s für reine Elektroautos und 3.000 Euro für Plug-in-Hybridfahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsmotor.

Das Programm läuft noch bis Ende Juni 2019, der Fördertopf ist allerdings gedeckelt: Nach 1,2 Milliarden Euro ist Schluss. Das reicht etwa für 300.000 bis 400.000 E-Mobile. Angesichts des aktuell stark ansteigenden Interesses lohnt es sich, schnell zuzuschlagen. Die Kosten für das Programm teilen sich übrigens Bund und Autohersteller je zur Hälfte. Einige Produzenten legen bei der Prämie sogar noch etwas drauf.

Um den Ausbau der Elektromobilität noch mehr anzukurbeln, verlängerte der Bundestag im vergangenen Jahr zudem die Befreiung von der Kfz-Steuer für Besitzer von E-Mobilen auf zehn Jahre – rückwirkend zum 1. Januar 2016. Auch für Elektroautos, die als Dienstwagen genutzt werden, gibt es Steuervorteile.

Ebenfalls in Arbeit ist eine Förderrichtlinie zur Ladeinfrastruktur für E-Autos. Damit will die Bundesregierung den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von E-Ladesäulen fördern. 300 Millionen Euro stellt sie dafür bereit.

Befreiung von Kfz-Steuer

wurde verlängert auf 10 Jahre

E-Ladesäulen: Aufladen an jeder Ecke

Einfach an die nächste Tankstelle fahren, wenn die Batterieanzeige sich langsam dem Ende zuneigt? Wovon E-Autofahrer früher nur träumen konnten, ist bereits in greifbare Nähe gerückt. Langsam aber sicher entsteht eine funktionierende Infrastruktur mit immer mehr Ladestationen in Deutschland.

Wer zum Beispiel von Hamburg nach München fährt, braucht sich schon heute keine Sorgen mehr zu machen, nicht ans Ziel zu kommen. Diverse Ladenetzwerke liefern ausreichend Möglichkeiten, rechtzeitig zu laden, bevor der Akku leer ist. Allerdings nutzt momentan noch jeder Anbieter sein eigenes Bezahlsystem.

Elektroauto-Fahrer müssen deshalb derzeit noch mit vielen Betreibern einen Vertrag abschließen, um die Batterie überall laden zu können. Es gibt zwar auch sogenannte Roaming-Tarife, mit denen man bei mehreren Anbietern Strom tanken kann. Vielfahrer sind momentan aber nur dann auf der sicheren Seite, wenn sie mehrere Bezahlkarten oder Apps nutzen.

Das soll nun anders werden – dank einer Änderung der Ladesäulenverordnung. Betreiber öffentlich zugänglicher Ladeeinrichtungen müssen ihre Stromtankstellen künftig technisch so ausrüsten, dass auch spontanes Laden möglich ist. Dabei werden sich vermutlich webbasierte Bezahlmethoden wie PayPal durchsetzen. Das flexible Laden an solchen Stationen wird aber voraussichtlich teurer sein.

Änderung der Ladesäulenverordnung

Für mehr Komfort

An vielen Ladesäulen kann man allerdings auch kostenlos laden: Diesen Service bieten zum Beispiel einige Filialen von Aldi, Lidl und IKEA sowie manche Energieversorger wie die NEW Energie an.

Wir haben für Sie zusammengefasst, wo Sie Ihr Elektroauto laden können und was Sie über die Technik an öffentlichen E-Ladesäulen und an speziellen Ladestationen für zu Hause wissen sollten.

Autostrom: günstig und klimafreundlich

Denn noch praktischer als die Fahrt zur nächsten Ladesäule ist das Laden vor der eigenen Haustür. Da der Ladevorgang mit der üblichen Haushaltssteckdose sehr lange dauert, ist für Besitzer von Elektroautos eine sogenannte Wallbox – eine eigene Wandladestation – ideal. Mit ihr kann die Batterie in kürzester Zeit aufgeladen werden.

Und: Wer ein bisschen mehr investiert, kann mit einer intelligenten Ladestation sogar die Energie aus der eigenen Solaranlage nutzen – für hundertprozentigen Ökostrom im Tank. Denn nur, wer mit Strom aus erneuerbaren Energien fährt, ist wirklich komplett klimafreundlich unterwegs.

Dafür muss sich aber nicht jeder eine Solaranlage aufs Dach setzen: Spezielle Angebote wie der Tarif NEW emobility@home liefern ebenfalls grünen Strom, sogar zum Sonderpreis für Elektroautobesitzer. Damit kann die Batterie des Elektroautos über Nacht günstig aufgeladen werden. Mehr darüber erfahren Sie unter Autostrom.

E-Bike: Mobilität mit Spaßfaktor

Während der Absatz bei Elektroautos erst jetzt an Fahrt aufnimmt, ist der kleine Bruder E-Bike schon lange zum Liebling der Deutschen geworden. Der Zweirad-Industrie-Verband freute sich allein im vergangenen Jahr über zehn Prozent mehr verkaufte Exemplare.

Nicht nur ältere Menschen mit eingeschränkter Muskelkraft setzen auf die flotte und flexible Art der Fortbewegung. In überfüllten Innenstädten ist man mit dem E-Bike oft deutlich schneller am Ziel als mit dem Auto. Und anders als beim alten Drahtesel kommt man ohne verschwitzte Kluft im Büro an.

Auch Tourenfahrer und Mountainbiker haben das E-Bike für sich entdeckt. Größere Strecken bequem zurücklegen, sogar mit Gepäck? Mit dem E-Bike kein Problem. Viel auf und ab oder Gegenwind? Da kommt die kleine Unterstützung durch den Elektromotor gerade recht. Modelle gibt es für jeden Bedarf – auch sie werden immer günstiger und leistungsfähiger.

Besonders in der City findet momentan auch der E-Roller immer mehr Fans: Italienisches Fahrgefühl ohne Lärm und Gestank verspricht nicht nur die neue „Vespa Elettrica“, die 2018 auf den Markt kommen soll. Viele andere Hersteller waren wesentlich schneller und bieten neben Benzinern E-Modelle ihrer kleinen Flitzer an.