Smart Meter: Pflicht und Kür

Pflicht zur Umrüstung von Stromzählern auf intelligente Messsysteme

Die Energiewende mit ihrem hohen Anteil erneuerbarer Energien und der großen Zahl dezentraler Einspeiseanlagen macht das Stromnetz zu einem komplexen System, in dem Energieflüsse aus unterschiedlichen Richtungen und Spannungsebenen geregelt werden müssen. Die technische Grundlage dafür bilden digitale Stromzähler. Zu intelligenten Messsystemen („Smart Meter“) werden sie, wenn sie zusammen mit internetfähigen Modulen kombiniert werden, die eine Kommunikation nach außen ermöglichen (sogenannte Gateways). Sie werden über kurz oder lang die analogen Stromzähler im Keller ersetzen.

Mit der gesetzlichen Pflicht zum Smart Meter-Rollout erhalten alle Haushalte in Deutschland digitale Stromzähler. Die meisten Haushalte in Deutschland erhalten eine moderne Messeinrichtung, Smart Meter bekommen nur bestimmte Verbraucher – außer sie werden selbst aktiv.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, das seit September 2016 in Deutschland in Kraft ist und eine EU-Verordnung umsetzt, gibt für die Umrüstung den rechtlichen und technischen Rahmen vor. Es verpflichtet die örtlichen Netzbetreiber, sofern sie als sogenannter „grundzuständiger Messstellenbetreiber“ registriert sind in den kommenden zwölf Jahren moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme in den Zählerschränken aller Stromverbraucher in Deutschland zu installieren. Wer welche Technik bekommt, hängt vom Stromverbrauch oder der Leistungsklasse von Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken (installierte Leistung) oder Wärmepumpen ab.

Smart Meter-Rollout: Der Zeitplan

Für diese Umrüstung auf ein intelligentes Messsystem mit integriertem Gateway sieht der Gesetzgeber eine Stufenregelung vor:

  • Ab 2017 werden Zählerschränke bei Verbrauchern umgerüstet, die jährlich mehr als 10.000 Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen. Ausschlaggebend ist der Durchschnitt der letzten drei Jahre.
  • Einen neuen Zähler erhalten ab 2017 auch all diejenigen, die selbst Strom erzeugen und deren Anlage über eine Nennleistung von mehr als sieben Kilowatt verfügt.
  • Ab 2020 verpflichtend ist die Umrüstung für die Zählerschränke in Haushalten und Gewerbebetrieben mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 kWh.

Stufenregelung des Rollout:

  • > 10.000 kWh Stromverbrauch p.a.
  • Stromerzeugung mit Nennleistung > 7 Kilowatt
  • > 6.000 kWh p.a. Stromverbrauch

Stufenregelung

Das Rollout des Smart Meters erfolgt in Etappen

Bei einem Verbrauch von weniger als 6.000 Kilowattstunden jährlich ist zunächst nur eine moderne Messeinrichtung vorgeschrieben, also die Basisversion des Smart Meters ohne Kommunikationseinheit. Die Aufgabe, den gesetzlich vorgeschriebenen Rollout durchzuführen, obliegt den grundzuständigen Messstellenbetreibern. Diese haben sich bei der zuständigen Kontrollbehörde – der Bundesnetzagentur – entsprechend registriert. Digitale Stromzähler, die erst kürzlich installiert wurden und die keine intelligenten Messsysteme im Sinne des Gesetzes darstellen, dürfen acht Jahre nach dem Einbau in Betrieb bleiben.

Pflichten des grundzuständigen Messstellenbetreibers

Jeder Stromverbraucher, der laut Gesetz eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem erhalten soll, bekommt dieses in nächster Zeit von seinem grundzuständigen Messstellenbetreiber. Der Auftrag des Gesetzgebers gilt als erfüllt, wenn 95 Prozent der tatsächlich vorhandenen Messstellen bis 2032 umgerüstet sind – entweder auf eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem.

Der grundzuständige Messstellenbetreiber

ist für den Einbau und Betrieb von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen verantwortlich

Freiwillige Umstellung ist attraktiv

Die Wahlfreiheit für Verbraucher

Neben der Pflicht gibt es die Kür. Tatsächlich kann sich jeder Verbraucher aus eigener Initiative einen Smart Meter einbauen lassen. So kann auch ein Verbraucher in Bayern seinen Smart Meter von der NEW beziehen und das SmartEView-Portal nutzen. Die freiwillige Umstellung ist attraktiv, denn ein intelligentes Messsystem, wie es die NEW Energie anbietet, misst den Verbrauch im Zwei-Sekunden-Takt. Das Smart Meter-Gateway des NEW SmartEView übermittelt die Daten dann sicher und zuverlässig an die Server der NEW Energie. Von dort gelangen sie in das NEW SmartEView-Portal, wo sie aufbereitet, analysiert und weiterverarbeitet werden. Über Tablet oder Smartphone sieht der Verbraucher dort seinen aktuellen Stromverbrauch, kann seine Daten vergleichen, auswerten und herunterladen.

Energieeinsparmaßnahmen, beispielsweise durch neue Geräte, werden sofort sichtbar und damit messbar. Insbesondere Besitzer von Photovoltaikanlagen wissen auf diesem Weg genau, wie viel Energie aktuell produziert wird und wie hoch Bezug sowie Einspeisung sind. Auch der Strombedarf einer Wärmepumpe lässt sich punktgenau am eigenen Zählerplatz erfassen und darüber besser steuern.

Vom Einsatz von Smart Metern profitieren

  • Haushalte
  • Haushalte mit Wärmepumpen
  • Betreiber von Photovoltaikanlagen

Entscheidende Vorteile

Ohne die Übertragung von Geräte-Nutzungsdaten keine entscheidenden Vorteile.

Lohnende Investition auf eigene Initiative

Bei einem gesetzlichen Pflichteinbau erhalten viele Haushalte in Deutschland, für die eigentlich ein Smart Meter von Nutzen wäre, lediglich die moderne Messeinrichtung als Basisversion, also einen digitalen Zähler ohne Kommunikationseinheit. Ohne die Übertragung von Geräte-Nutzungsdaten bringt das keine entscheidenden Vorteile. Wer die Smart Meter-Technologie frühzeitig und vollumfänglich nutzen will, sucht sich seinen Anbieter am besten selbst aus. Dann kann man nach dem Preis-Leistungsverhältnis und dem besten Service entscheiden. Anbieter wie die NEW Energie bieten ein Rundum-Sorglos-Paket: von der Planung über die Installation des NEW SmartEView bis hin zum zuverlässigen Betrieb der Messstelle.